Nicht nur zur WM: Reiseziel Rio de Janeiro

Nicht nur zur WM: Reiseziel Rio de JaneiroNicht nur für das Jahr 2014 und die nahende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien zählt Rio de Janeiro zu einem weltweit beliebten Reiseziel, bei dem das typische Flair brasilianischer Lebensart und die wohl überall bekannten Bilder brasilianischen Strandlebens, des markanten Zuckerhuts und der bunten Maskerade der Karnevalsumzüge mitschwingen.

Für viele potentielle Touristen bedeuten Brasilien im Allgemeinen und Rio im Speziellen jedoch nicht nur Sommer, Sonne und Strand, sondern stehen auch als Sinnbild für Drogen, Slum-Kultur und horrende Kriminalitätsraten.

Doch Rio ist nicht gleichzusetzen mit Drogenkrieg und Favelas und ist definitiv eine Reise wert – die Sicherheitsmaßnahmen, die es hier zu beachten gilt, sind die gleichen wie eigentlich überall auf der Welt, sei es New York, Tokio oder Berlin.

Und dennoch lohnt es sich, der Besonderheiten der fremden Kultur gewahr zu sein und mit einem soliden Grundverständnis für die Ursachen der gesellschaftlichen Kriminalitätsproblematik besondere Wachsamkeit walten zu lassen. Denn wesentlich größer als in Westeuropa ist in Brasilien und auch Rio die Schere zwischen Arm und Reich und nicht zuletzt deswegen flüchten sich viele sozial Benachteiligte in Verdienstmöglichkeiten am Rande oder weit jenseits der Legalität: Korruption, Taschendiebstahl, Betrug, Drogenhandel und organisiertes Verbrechen.

Vorsichtsmaßnahmen für den Urlaub

Um sich nicht zum leichten Opfer Krimineller zu machen und Rio als Urlaubsziel, ohne Angst im Nacken genießen zu können, empfiehlt es sich beispielsweise, beim abendlichen Ausgehen wenig besuchte Straßen und Stadtteile zu meiden, bevorzugt in der Gruppe und wenn möglich nicht alleine unterwegs zu sein und auch in Lokal, Club oder Bar keine Getränke- oder Essenseinladungen von Unbekannten anzunehmen, um das Risiko von Überfällen aber auch von Betäubungsversuchen zu minimieren.

Dennoch sollte man sich als Tourist stets völlig normal und unauffällig verhalten und sich nicht durch endlose Fotostrecken sofort als solcher zu erkennen geben – auch Portugiesisch-Kenntnisse können hierfür mehr als hilfreich sein. Und wie in allen großen Zentren der Welt gilt: Vorsicht vor Taschendieben!

Mit Bargeld zu wedeln oder die gesamte Reisekasse mit sich herumzutragen sollte tunlichst vermieden werden, ebenso sollten Geldkarten jeglicher Art sowie alle Wertgegenstände, die auf der Straße als sicherer Indikator für einen vermögenden Touristen gelten könnten (Schmuck, die teure Uhr etc.) besser sicher im Safe des Hotels zurückbleiben. Im Falle eines Überfalls gilt: Ruhe bewahren, Geld herausgeben und den Aufforderungen Folge leisten. Den Überfall ggf. bei der eigenen Versicherung melden und an der Hotelrezeption um Unterstützung ersuchen, falls die örtliche Polizei hinzugezogen werden soll, da Korruption hier an der Tagesordnung ist.

Tabu sollten für den Rio-Besucher in jedem Fall alle Favelas (Slumgebiete) sein: Diese können für Außenstehende zum Teil höchst gefährlich sein und sollten daher in jedem Fall gemieden und auch nicht im Rahmen organisierter „Besichtigungsfahrten“ besucht werden

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen: Urlaubsstimmung nicht vermiesen lassen und wachsam, aber entspannt den Aufenthalt in Rio de Janeiro, einer der wohl schönsten Städte Brasiliens, in vollen Zügen genießen.

Titelbild © Paolo Gallo Modena – Panthermedia.net

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